DEUTSCHLAND
24.04.2006
Der Visionär: BRAIN FORCE-Chef Fleischmann im Interview
Kürzlich gab BRAIN FORCE-CEO Helmut Fleischmann
dem Medium „Der Aktionär" ein spannendes Inter-view - dort veröffentlicht unter dem Titel „Der Visi-onär". Hier finden Sie seine wichtigsten Aussagen.
 
DER AKTIONÄR: Die soeben abgeschlossene Kapitalerhöhung beschert Ihnen 15,9 Millionen Euro. Wofür wollen Sie diese Mittel verwenden?
FLEISCHMANN: Der Großteil ist für Übernahmen reserviert. Wir haben dank unserer Buy-and-Build-Strategie die Positionierung des Konzerns in den vergangenen Jahren kontinuierlich optimiert und die Gewinnmargen gesteigert. Genau diese Strategie werden wir auch in Zukunft fortsetzen und uns von unseren Wettbewerbern abheben.
 
Ist dies das Erfolgsrezept von BRAIN FORCE?
Ja, unsere konsequente Fokussierung auf ein überproportionales, margenträchtiges Wachstum durch Akquisitionen. Sowie eine effektive Steuerung des Prozesses zur Integration neu erworbener Unternehmen. Hinzu kommt eine stabile und über Jahre aufgebaute Kundenbasis. Denn unsere Kunden wissen die Mehrwerte, die sie mit unseren IT-Services und -Lösungen erzielen, sehr zu schätzen. Diese breite Kundenbasis ermöglicht uns einen vereinfachten Marktzugang für neue Produkte.
 
Wie sieht Ihr Resümee für 2005 aus?
Ich bin sehr zufrieden! Das operativ erreichte Ergebnis pro Aktie liegt leicht über Plan. Wir hatten uns 0,19 Euro vorgenommen, tatsächlich erreicht haben wir 0,20 Euro. Dank der Effekte aus den Akquisitionen und wegen der steuerlichen Behandlung des eingeleiteten Squeeze-out bei der Brain Force Financial Solutions AG sind nochmals 0,10 Euro im Ergebnis pro Aktie hinzugekommen.
 
Ist die im letzten Jahr begonnene Umstrukturierung abgeschlossen? Oder ist 2006 noch mit Belastungen zu rechnen?
Die Reorganisation ist abgeschlossen. Wir haben den Konzern optimal auf die geplanten Wachstumsschübe vorbereitet. Somit verfügen wir nun über ein kleines, aber schlagkräftiges Team in der BRAIN FORCE HOLDING AG, das sich um alle Herausforderungen rund um geplante Akquisitionen kümmert - von der Planung bis zur Integration in die operativen Unternehmenseinheiten.
 
In welche Länder wollen Sie künftig expandieren?
Nach den Akquisitionen des Vorjahres werden natürlich 2006 zusätzlich die Niederlande eine relevante Rolle spielen. Die Erschließung neuer Märkte über Vertriebspartner wird ebenfalls zunehmend wichtiger. Hinzu kommen weitere Übernahmen. In Bezug auf die Umsatzverteilung werden sich diese Entwicklungen aber erst frühestens 2007 auswirken.
 
Wie sieht Ihre Strategie zur Markterschließung von Osteuropa aus?
Wie schon erwähnt, gehen wir die Märkte mit Vertriebspartnern für den Lizenzvertrieb an. Es ist aber durchaus auch mit Übernahmen von passenden Unternehmen in diesen Regionen zu rechnen.
 
Welche Umsatzgröße streben Sie mittelfristig an?
Meine Vision besteht darin, einen internationalen Konzern aufzubauen - dessen Aktivitäten zum Beispiel auch die USA umfassen - und der einen Umsatz von 500 Millionen Euro einfährt. Damit spielt er noch mal in einer ganz anderen Liga, als wir das zur Zeit tun. Dieses Fernziel wird sich nicht in den nächsten beiden Jahren erreichen lassen. Aber in den Jahren ab 2010 halte ich das durchaus für realistisch.
 
Vielen Dank für das Interview.