Wien, 28.07.2005
In verschiedenen Medien und Internet-Foren wurde in den letzten Tagen berichtet, die Beko Holding AG, Wien, strebe eine Akquisition der BRAIN FORCE HOLDING AG an.
Bereits vor wenigen Wochen hatte Beko darüber informiert, dass die Beteiligung an der BRAIN FORCE HOLDING AG die Fünf-Prozent-Marke übersprungen habe.
„Sehr verständlich, dass Beko den jetzigen Zeitpunkt für einen Einstieg nutzt“, erklärt BRAIN FORCE-CEO Helmut Fleischmann.
Denn nach Einschätzung zahlreicher Analysten ist die Aktie deutlich unterbewertet.
„Mit Erreichen der Kontrollmehrheit, die unseres Erachtens bereits bei zirka 25 % liegen könnte, gehen wir davon aus, dass Beko gegenüber den Aktionären der BRAIN FORCE HOLDING AG ein offizielles Übernah-meangebot abgeben müsste“, so Fleischmann.
Größter Einzelaktionär ist nach wie vor die Helmut-Fleischmann-Privatstiftung mit einem Anteil von rund 20 %. Die Stiftung hat bislang auf allen Hauptversamm-lungen eine deutliche Mehrheit erzielt.
„Ein Übernahme-Angebot muss sich an den aktuellen Bewertungen renommierter Analysten wie Concord oder SES Research orientieren“, so Fleischmann.
Zum Beispiel sieht Concord den fairen Wert des Papiers bei 5,60 Euro. Die viel versprechenden Akquisitionen, die Ende Juni bekannt gegeben wurden, schrauben das Kursziel weiter nach oben.
„Unter diesem Niveau können wir keinem Aktionär empfehlen, über einen Verkauf überhaupt nachzu-denken“, legt sich der CEO fest.
„BEKO hat sich bisher nicht mit uns in Verbindung gesetzt, um ein konkretes Angebot vorzulegen. Es gibt auch keine Gespräche zu diesem Thema – damit ist jeder Übernahme-Versuch mit uns unabgestimmt.“
„Auch, ob Beko die schweizerische Quino Technologies Ltd. mit ins Boot geholt hat, darüber können wir nur spekulieren“, stellt Fleischmann klar.
Die Beteiligungsgesellschaft hält einen Anteil von zirka 15 % an Beko und ist inzwischen auch bei BRAIN FORCE HOLDING AG eingestiegen.
„Quino steht seit Beginn des Engagements in regem Kontakt zu uns.
Von einem theoretisch denkbaren, gemeinsamen Vorgehen von Beko und Quino, um die Kontrollmehrheit an der BRAIN FORCE HOLDING AG zu erzielen, wissen wir allerdings nichts.“
Für den BRAIN FORCE-Chef liegt die Konsequenz daraus, dass ihm keine konkreten Informationen zu einem Übernahme-Angebot vorliegen, auf der Hand:
„Wir werden keine weiteren Stellungnahmen zu diesem Thema abgeben – allein schon wegen der komplexen Rechtslage bei Akquisitionen.“


