BRAIN FORCE HOLDING AG erreicht trotz Sondereffekten einen Gewinn je Aktie von 0,30 EUR
Der BRAIN FORCE-Konzern erreichte nach den vorläufigen Zahlen zum Ende des Geschäftsjahres 2006 (Ende: 31.12.2006) folgendes Ergebnis:
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in Mio. EUR |
01.01.05-31.12.05 |
01.01.06-31.12.06 adjusted* |
Veränderung zum Vorjahr in % |
01.01.06-31.12.06 unadjusted* |
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Umsatz |
76,62 |
88,50 |
+15,5 |
88,50 |
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EBITDA |
6,05 |
7,70 |
+27,3 |
6,50 |
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EBIT |
3,58 |
4,67 |
+30,4 |
2,92 |
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EPS |
0,30 |
0,37 |
+23,3 |
0,30 |
* bereinigt bzw. nicht bereinigt um die Sondereffekte Forderungsberichtigung und Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation
Trotz der Insolvenz der BenQ und erheblich gestiegener Abschreibungen auf Kaufpreisallokationen konnte die Gesellschaft die Prognosen der Analysten deutlich übertreffen.
BRAIN FORCE steigerte nach vorläufigen Berechnungen den Umsatz im Gesamtgeschäftsjahr 2006 um 15,5 Prozent auf 88,5 Mio. EUR. Gleichwohl war die Ergebnisentwicklung des Gesamtjahres geprägt durch die Insolvenz des langjährigen Kunden BenQ Mobile zum Ende des dritten Quartals 2006 sowie im Vergleich zum Vorjahr höheren planmäßigen Abschreibungen aus der Kaufpreis-Allokation von Firmenzukäufen. Bereinigt um diese Sondereffekte lagen die Ergebnisse in 2006 deutlich höher. Das EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) stieg auf 7,70 Mio. EUR und das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) stieg auf 4,67 Mio. EUR. Trotz der durch die Kapitalerhöhung deutlich gestiegenen Anzahl an Aktien erreichte die Gesellschaft ein EPS von 0,37 EUR je Aktie.
Erfreulich ist hier die Entwicklung der Margen. Exklusive den Sondereffekten stieg die EBITDA-Marge auf 8,7 Prozent und liegt damit um knapp einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Die EBIT-Marge stieg dabei von 4,7 Prozent in 2005 auf jetzt 5,3 Prozent. BRAIN FORCE konnte damit die in der Vergangenheit angekündigte Steigerung seiner Profitabilität umsetzen.
Unter Berücksichtigung der Sondereffekte beläuft sich das EBITDA auf 6,50 Mio. EUR und das EBIT auf 2,92 Mio. EUR. Hervorzuheben ist, dass trotz dieser Effekte – und unter der Berücksichtigung der Kapitalerhöhung um 50 Prozent – das Ergebnis je Aktie mit 0,30 EUR das Rekordergebnis vom Vorjahr erreichte. Im Berichtszeitraum konnte vor allem das vierte Quartal (1.10. – 31.12.2006) vollauf überzeugen. So stieg der Umsatz in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,2 Prozent auf 25,35 Mio. EUR und ist damit der höchste Umsatz der Firmengeschichte in einem vierten Quartal. Sehr erfreulich auch die Ergebnisentwicklung im vierten Quartal. Hier legte das EBIT um 58,1 Prozent auf 1,66 Mio. EUR sowie das EBITDA um 51,4 Prozent auf 2,74 Mio. EUR zu und untermauert die steigende Performance der Gesellschaft.
Die endgültigen Geschäftszahlen 2006 werden am 27. März im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz vorgestellt.
Erfolge 2006
BRAIN FORCE hat in 2006 seine Buy-and-Build-Strategie weitergeführt und hierzu die Systeam GmbH, einen Experten im Bereich Managed Services, erworben. „Damit haben wir unsere Kompetenz in einem absoluten Wachstumsmarkt weiter ausgebaut und sind nun in der Lage, selbst Global Playern das vollständige Outsourcing ihrer IT-Netzwerke anzubieten“, erklärt Helmut Fleischmann, Gründer und Vorstandsvorsitzender von BRAIN FORCE, diesen strategisch wichtigen Schritt. So führt Systeam unter anderem als Partner der Lufthansa Systems den zentralen Betrieb der PC-Infrastruktur für die Lufthansa Cargo und Lufthansa Passage durch und betreut über 14.000 Arbeitsplätze und 500 Serversysteme an 550 Standorten weltweit. Durch diese Referenz agiert BRAIN FORCE auf Augenhöhe mit Marktführern wie EDS oder T-Systems. Systeam wurde zum 1. Oktober im Konzern konsolidiert und firmiert seit 1. Januar 2007 unter BRAIN FORCE Frankfurt GmbH.
Daneben hat der Konzern seinen indirekten Vertriebskanal massiv ausgebaut und einen weiteren wichtigen Pfeiler für zukünftiges Wachstum gesetzt, um seine Produkte europaweit zu vermarkten. Neben dem umfassenden Partnernetzwerk der Systeam verfügt der Konzern über Partnerschaften beispielsweise zu Atos Origin und konnte mit der S&T System Integration & Technology Distribution AG eine zusätzliche entscheidende Kooperation eingehen. S&T wird als führender IT-Dienstleister mit Niederlassungen in 19 Ländern in Zentral- und Osteuropa die BRAIN FORCE-Lösungen dort vermarkten und damit die Erschließung wichtiger Wachstumsmärkte ermöglichen. „Insgesamt verfügen wir nun über 30 Vertriebspartnerschaften, mit denen wir den gesamteuropäischen Raum abdecken und planen in 2007 rund 6 Mio. EUR über diesen Vertriebskanal zu generieren“, so Helmut Fleischmann weiter.
Ausblick
Der BRAIN FORCE-Konzern erwartet für 2007 einen Umsatz von 116 Mio. EUR, ein EBITDA von 11,5 Mio. EUR und ein EBIT von 6,4 Mio. EUR. Ohne Berücksichtigung von Abschreibungen für Kaufpreis-Allokationen erwartet der Konzern ein EBIT von EUR 8,9 Mio.
Einer der wesentlichen Wachstumstreiber wird dabei die Einführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Vista sein. BRAIN FORCE ist seit der Übernahme des niederländischen Unternehmens VAI BV in 2005 Spezialist für Software-Migration und hat in 2006 die notwendigen Vorarbeiten für den europaweiten Vertrieb des entsprechenden Lösungsangebotes geleistet.
Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG hat auf Grundlage der von der Hauptversammlung am 11. Mai 2006 erteilten Ermächtigung am 18. Dezember 2006 ein Aktienrückkaufprogramm für den Erwerb von 10 Prozent des Grundkapitals gestartet. Die erworbenen Aktien sollen als Währung für zukünftige Akquisitionen herangezogen werden. „In zahlreichen Gesprächen mit Gesellschaftern potenzieller Übernahmekandidaten wurde uns signalisiert, dass unsere Aktien wieder eine attraktive Akquisitionswährung sind“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Bis zum 31. Januar hat das Unternehmen 79.800 Aktien über die Börse erworben.
Bis 2010 rechnet BRAIN FORCE mit organischen Wachstumsraten von durchschnittlich jährlich 9 Prozent, respektive 30 Prozent unter Berücksichtigung von geplanten Akquisitionen. Bei einer angestrebten EBIT-Marge von 10 Prozent sollte sich der Umsatz bis 2010 auf EUR 150 Mio. (ohne Firmenzukäufe), beziehungsweise EUR 250 Mio. (mit Firmenzukäufen) erhöhen.