Die BRAIN FORCE Holding AG hat mit den Zahlen zum ersten Quartal 2008 einen
weiteren Schritt Richtung Turnaround gesetzt. Mit einem Umsatz von 25,33 Mio. €
konnte trotz des im Herbst 2007 eingeleiteten Konsolidierungskurses ein Wachstum
von 8% erwirtschaftet werden (Q1 2007: 23,56 Mio. €). Das EBITDA (Ergebnis vor
Zinsen und Abschreibungen), stieg von 0,40 auf 1,62 Mio. €, ein Plus von über
300%.
Das EBIT konnte von -0,69 Mio. € im Vergleichs-quartal des Vorjahres ins Positive gedreht werden und erreichte +0,61 Mio. €, was zu einer Steigerung der EBIT-Marge um 5 Prozentpunkte (von -3% auf über 2%) führte. Schließlich wurde auch das Ergebnis nach Steuern von -1,17 Mio. € auf +159.129 € verbessert, was einem Ergebnis je Aktie von +0,01 € (nach -0,08 € im Vorjahr) entspricht.
Bei regionaler Betrachtung ist hervorzuheben, dass sich insbesondere die
Profitabilität der BRAIN FORCE Aktivitäten in Deutschland, dem Kernmarkt der
Gruppe, deutlich verbessert hat. Konkret wurden in Deutschland 11,77 Mio. € (+6%
zum Vorjahr bzw. 46% des Konzernumsatzes) umgesetzt, in der Region Central and
Eastern Europe, zu der auch Österreich gehört, waren es 3,66 Mio. € (+23%) oder
14% des Gruppenumsatzes. Die Profitabilität dieser Region wurde jedoch durch
eine schwache Performance der im Vorjahr akquirierten SolveDirect belastet, die
deutlich unter den Erwartungen ins Jahr gestartet ist. Wie geplant entwickelte
sich die Region South West Europe (inkl. Italien). Sie erwirtschaftete mit 6,99
Mio. € (-4% zum Vorjahr durch Aufgabe margenschwacher Bereiche) 28% vom
Konzernumsatz. Sehr positiv im ersten Quartal war auch das Wachstum in North
Europe mit einer Steigerung des Umsatzes um 29% auf 2,92 Mio. € (oder 12% des
Konzernumsatzes).
„Die neue Strategie mit der Konzentration auf profitable Bereiche beginnt
Früchte zu tragen und wir sind auf einem guten Weg, den Turnaround im laufenden
Jahr zu bestätigen. Das hat das erste Quartal 2008 gezeigt“, kommentiert Günter
Pridt, Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE Holding AG, die heute vorgelegten
Ergebnisse.
Ein Blick auf die Bilanz zum 31.3.2008 zeigt ein solides Bild: das
Eigenkapital betrug 26,43 Mio. € und hat sich damit im Vergleich zum Jahresende
2007 kaum verändert. Die Nettoverschuldung erreichte 7,34 Mio. €, was ein
Gearing (Verschuldungsgrad) von lediglich 28% ergibt.
Thomas Melzer, seit April 2008 neuer Finanzvorstand von BRAIN FORCE,
schließt sich der Einschätzung seines Vorstandskollegen an: „Die
Ergebnisentwicklung und das aktuelle Bilanzbild sind eine Ausgangsbasis, mit der
man gut arbeiten kann. Mitarbeiter und Management kennen ihre Ziele. Alle ziehen
an einem Strang, um die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig zu
verbessern.“
Für das Gesamtjahr 2008 erwartet der Vorstand unverändert einen Umsatz von
zumindest 100 Mio. € sowie ein EBIT von 2 bis 3 Mio. €. Günter Pridt erläutert
dazu: „Aus heutiger Sicht erscheinen diese Ziele realistisch und ich bin
zuversichtlich, dass wir sie erreichen werden. Ich möchte jedoch darauf
hinweisen, dass wir bei SolveDirect noch eine Reihe von Maßnahmen setzen müssen,
um die ambitionierte Mittelfristplanung nachhaltig abzusichern. Sonst besteht
das Risiko, dass wir aufgrund des hohen Kaufpreises und dem daraus
resultierenden Bilanzansatz außerordentliche Abschreibungen bei dieser
Tochtergesellschaft vornehmen müssen.
Der detaillierte Quartalsbericht ist ab sofort unter http://www.brainforce.com/de/investor-relations.htm zum
Download verfügbar. An gleicher Stelle finden Sie auch die Informationen zur
morgigen ordentlichen Hauptversammlung der BRAIN FORCE Holding AG.
