BRAIN FORCE Group
21.12.2010 07:50
BRAIN FORCE zieht positive Bilanz zum Geschäftsjahr 2009/10
Die BRAIN FORCE HOLDING AG (Wiener Börse: BFC, Reuters: BFCG), ein führendes IT-Service-Unternehmen mit Aktivitäten in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, den Niederlanden, Tschechien, der Slowakei und den USA gibt heute die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2009/10 (1. Oktober 2009 bis 30. September 2010) bekannt.

BRAIN FORCE erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009/10 deutlich positive Ergebnisse: Das Konzern-EBITDA stieg von 2,05 auf 5,66 Mio. €, und das EBIT drehte von -1,59 auf 2,86 Mio. € ins Plus. Diese Entwicklung ist auf zwei strategische Transaktionen zurückzuführen: Zum einen ist aus dem Verkauf des Professional Services Geschäfts in Österreich ein Buchgewinn von 2,47 Mio. € entstanden, und zum anderen konnte durch den Einstieg eines Finanzinvestors bei der Tochtergesellschaft SolveDirect Service Management GmbH eine stille Reserve in Höhe von 3,86 Mio. € aufgedeckt werden. Diese positiven Effekte führten trotz Restrukturierungsaufwendungen von 1,82 Mio. € und einem operativen Verlust von 1,65 Mio. € zu einem Nettogewinn von 0,92 Mio. €.

Im Geschäftsjahr 2009/10 war BRAIN FORCE mit einem Umsatzrückgang um 22% auf 69,59 Mio. € konfrontiert. Allerdings entfallen 7,62 Mio. € von diesem Rückgang auf Änderungen des Konsolidierungskreises aus den erwähnten Transaktionen. Bereinigt betrug das organische Minus 15%. Das operative EBITDA ist um 67% auf 1,15 Mio. € und das operative EBIT von -0,21 auf -1,65 Mio. € zurückgegangen. Dies war auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der IT-Branche in unseren Kernmärkten Deutschland, Italien, Österreich und den Niederlanden zurückzuführen, die sich schlechter darstellten, als noch im Herbst 2009 erwartet. „Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die operative Ergebnisentwicklung von geringen Lizenzerlösen sowie Auftragsverschiebungen und Preisdruck von Seiten unserer Kunden geprägt. Im Zuge der umfassenden Restrukturierungs- und Sparmaßnahmen der vergangenen zwei Jahre haben wir daher die Kostenstrukturen an das deutlich gesunkene Umsatzniveau angepasst. Dazu wurden seit Ende 2008 konzernweit rund 30% der Belegschaft abgebaut, woraus sich eine Personalkostenreduktion in Höhe von über 10 Mio. € jährlich ergibt“, erläutert Thomas Melzer, Finanzvorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG, die konsequent durchgeführten Maßnahmen. Zusätzliche Einsparungen konnten durch Kurzarbeit in Deutschland, die Anpassung der freien Mitarbeiter sowie aller sonstigen Kostenpositionen realisiert werden.

„Erfreulich ist, dass sich durch das positive Nettoergebnis die Eigenkapitalquote von 35 auf 39% verbessert hat“, so Thomas Melzer weiter. BRAIN FORCE verfügte zum 30.9.2010 über liquide Mittel in Höhe von 4,12 Mio. €, die Nettoverschuldung ist allerdings von 5,65 auf 9,04 Mio. € gestiegen. „Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf den operativen Verlust, die Abfindungszahlungen für den Mitarbeiterabbau in den Niederlanden, am Standort Frankfurt und für den aufgegebenen Geschäftsbereich Berlin sowie die Akquisition eines ERP-Unternehmens in Österreich zurückzuführen“, analysiert Thomas Melzer die Bilanzentwicklung.

Strategisch sieht sich BRAIN FORCE nunmehr gut aufgestellt. „Durch die Übernahme und Integration der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., eines ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen in Österreich, haben wir uns Anfang des Jahres gut verstärkt sowie wesentliche Schritte in der Schärfung unseres Profils und der Fokussierung auf das Kerngeschäft gemacht“, zeigt sich Michael Hofer, Vorstandsvorsitzender, mit der Entwicklung zufrieden.

Auch der Ausblick auf das laufende Wirtschaftsjahr 2010/11 fällt positiv aus. „Nach der konsequenten Anpassung der internen Kostenstrukturen zeigt sich seit September auch marktseitig eine erste Entspannung der Lage. Zuletzt ist die Vertriebspipeline in den Niederlanden, im ERP-Geschäft in Österreich und den Bereichen Infrastrukturoptimierung, der FINAS Suite und bei Netzwerk

Performance Hardware stark gestiegen. Verbunden mit der deutlichen Konjunkturerholung in Deutschland, unserem größten Markt, sollte somit erstmals nach zwei Jahren wieder Umsatzwachstum möglich sein“, prognostiziert Michael Hofer. Nach der konsequenten Restrukturierung und der weiteren Fokussierung auf das Kerngeschäft will BRAIN FORCE im Geschäftsjahr 2010/11 wieder ein positives operatives Ergebnis erwirtschaften.

Der Geschäftsbericht und der Jahresfinanzbericht 2009/10 stehen ab sofort hier zum Download bereit.


Jahresabschluss 2009/10


Ertragskennzahlen 1)


2009/10

2008/09 2)
Vdg.





in %
Umsatz
in Mio. €
69,59

89,20
-22
EBITDA
in Mio. €
5,66

2,05
>100
EBITDA operativ 3)
in Mio. €
1,15

3,44
-67
EBIT
in Mio. €
2,86

-1,59
>100
EBIT operativ 3)in Mio. €
-1,65

-0,21
>100
Ergebnis vor Steuern
in Mio. €0,33
-2,65>100
Ergebnis nach Steuern
in Mio. €0,92
-5,46>100
Gewinn je Aktie (nach IFRS)in €0,05
-0,31>100
Mitarbeiter 4)
779

1.049
-26












Bilanzkennzahlen


30.9.2010
30.9.2009Vdg.





in %
Eigenkapital
in Mio. €20,11

19,31
+4
Nettoverschuldung
in Mio. €9,04

5,65
+60
Eigenkapitalquote
in %
39

35
-
Gearingin %45

29
-


1) der fortgeführten Geschäftsbereiche
2) Zeitraum 1.10.2008 bis 30.9.2009, ungeprüft
3) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge
4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode


Download Geschäftsbericht 2009/10