Die BRAIN FORCE HOLDING AG, ein führendes IT-Service-Unternehmen mit Aktivitäten in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, den Niederlanden und Tschechien, bestätigt mit dem Quartalsabschluss die guten vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008, die bereits am 12. November veröffentlicht wurden. Der Konzern hat damit den erfolgreichen Weg mit dem Ziel einer Stärkung der Ertragskraft fortgesetzt und die Ergebnisse nun bereits das vierte Quartal in Folge signifikant gesteigert.
Starkes Umsatz- und Ergebniswachstum in den ersten neun Monaten
BRAIN FORCE erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres einen Umsatzzuwachs um 10% auf 78,32 Mio. €, das EBITDA stieg von -1,56 auf +5,66 Mio. € und das EBIT von -17,42 auf +2,68 Mio. €. In den ersten neun Monaten des Vorjahres waren außerplanmäßige Abschreibungen von 11,74 Mio. € sowie Restrukturierungskosten von 2,41 Mio. € angefallen. Auch der rein operative Vergleich der Ergebnisentwicklung zeigt eine signifikante Steigerung des EBIT von -3,27 Mio. € auf aktuell +2,68 Mio. €.
Alle Geschäftseinheiten haben sich positiv entwickelt
„Zu dieser erfreulichen Entwicklung haben alle Konzerngesellschaften einschließlich der Holding beigetragen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Günter Pridt. Die deutlichste Ergebnisverbesserung wurde durch Kosteneinsparungen und eine Optimierung des Serviceangebots in Deutschland erreicht. In Zentral-Osteuropa konnte das EBIT der Bereiche Professional und Payroll Services in Österreich stark verbessert werden, während das Geschäftsfeld Service-Management von SolveDirect die hohen Erwartungen bisher nicht ganz erfüllt hat, aber auf gutem Weg ist. Die Region Süd-Westeuropa erwirtschaftete trotz Restrukturierungen im Technology & Infrastructure Bereich in Italien ein deutlich höheres operatives Ergebnis, und auch Nordeuropa lag aufgrund von gestiegenen Service-Umsätzen in den Niederlanden signifikant über dem Vorjahr. „Einen wesentlichen Beitrag zum EBIT-Anstieg konnte auch die Konzernholding durch Kosteneinsparungen in Höhe von 0,45 Mio. € beitragen“, ergänzt Günter Pridt.
Zweistelliger Umsatzzuwachs auch im dritten Quartal
Im dritten Quartal (von Juli bis September 2008) verbesserte die BRAIN FORCE Gruppe den Umsatz um 10% auf 26,06 Mio. €. Deutschland konnte in diesem Zeitraum den Umsatz um 17% auf 13,39 Mio. € erhöhen. Damit trägt die Region auf Jahressicht knapp die Hälfte zum Konzerumsatz bei. Einen sehr erfreulichen Zuwachs im Umsatz verzeichnete im dritten Quartal die Region Nordeuropa mit einem Plus von 35% auf 2,61 Mio. €. In Süd-Westeuropa blieb der Umsatz mit 6,39 Mio. € auf Vorjahresniveau, während Zentral-Osteuropa aufgrund einer geringeren Nachfrage im Professional Services Geschäft in Österreich mit 3,66 Mio. € um 7% unter dem Vorjahr lag. Das Konzern-EBITDA verbesserte sich von Juli bis September von -2,86 auf +1,77 Mio. € und das EBIT von -6,68 auf +0,82 Mio. €.
Deutlich positiver operativer Cash-flow und höhere Eigenkapitalquote
„Der operative Cash-flow hat sich in den ersten drei Quartalen sehr zufriedenstellend entwickelt. Er stieg von -3,24 auf +2,06 Mio. € und erreichte alleine im dritten Quartal des Geschäftsjahres +1,58 Mio. €“, erläutert Finanzvorstand Thomas Melzer. Für diesen Anstieg waren vor allem die höheren Ergebnisse im Konzern verantwortlich. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag in den ersten neun Monaten 2008 bei -5,21 Mio. € (Vorjahr: -10,17 Mio. €), wovon -2,34 Mio. € auf variable Kaufpreiszahlungen (Earn-out-Zahlungen) aus in Vorjahren getätigten Akquisitionen entfallen. Zudem wurden für Eigenentwicklungen und sonstige Investitionen 1,66 Mio. € aufgewendet. Zum 30.9.2008 betrug die Bilanzsumme des Konzerns 70,56 Mio. €, das Eigenkapital lag bei 27,36 Mio. €. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Jahresende 2007 von 35 auf 39% verbessert, was auf die gestiegenen Ergebnisse zurückzuführen ist. Die Nettoverschuldung erreichte zum Stichtag 8,81 Mio. € nach 6,53 Mio. € zum 31.12.2007. „Dieser Anstieg ist durch die im zweiten Quartal getätigten Earn-out-Zahlungen bedingt. Aufgrund des guten Cash-flows konnten wir jedoch im dritten Quartal die Nettoverschuldung gegenüber dem Halbjahr um 0,81 Mio. € reduzieren“, fügt Thomas Melzer hinzu.
Mögliche Risiken bis Jahresende 2008
Das Management hat bereits in der Ad-hoc-Mitteilung vom 12.11.2008 auf Risiken im Zusammenhang mit einer vom früheren Vorstand gezeichneten Wandelanleihe der Kemp Technologies Inc., New York, sowie einer Novelle zum deutschen Körperschaftsteuergesetz, das bei Beteiligungserwerben von über 50% ab dem 1.1.2008 den Wegfall von Verlustvorträgen aller deutschen Gesellschaften vorsieht, hingewiesen. Die Finanzierung der BRAIN FORCE Gruppe ist davon unabhängig und aufgrund des positiven Cash-flows sowie ausreichender Zahlungsmittel und Banklinien gesichert.
Erhöhung der Guidance 2008 aufgrund der guten operativen Ergebnisse
Aufgrund der sehr positiven Entwicklung in den ersten neun Monaten hat der Vorstand in der Ad-hoc-Mitteilung vom 12.11.2008 die Prognose für die operativen Ergebnisse im Gesamtjahr 2008 erhöht. „Wir rechnen nunmehr mit einem EBITDA von zumindest 7,0 Mio. € (bisherige Guidance: 6 bis 7 Mio. €) sowie einem EBIT von über 3,0 Mio. € (bisher: 2 bis 3 Mio. €). Der Umsatz sollte die Marke von 100 Mio. € übertreffen“, erklärt Günter Pridt. Eine genaue Guidance für 2009 ist wegen der Finanzkrise und der unsicheren Marktlage derzeit nicht möglich. Das BRAIN FORCE Management wird jedoch Kosten und Investitionen genau beobachten und bei einer Verschlechterung der Ertragslage rasch und konsequent reagieren, um auch in 2009 ein deutlich positives operatives Ergebnis zu erzielen.
Der detaillierte Bericht zum dritten Quartal ist ab sofort unter www.brainforce.com zum Download verfügbar.
