BRAIN FORCE Group
16.02.2011
BRAIN FORCE gibt positive operative Ergebnisse im 1. Quartal 2010/11 bekannt

Die BRAIN FORCE HOLDING AG (Wiener Börse: BFC, Reuters: BFCG), ein führendes IT-Service-Unternehmen mit Aktivitäten in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, den Niederlanden, Tschechien, der Slowakei und den USA gibt positive operative Ergebnisse für das erste Quartal (1. Oktober bis 31. Dezember 2010) des Geschäftsjahres 2010/11 bekannt. Nach den letzten zwei wirtschaftlich schwierigen Jahren konnte das Unternehmen sowohl auf Konzernebene als auch in allen Regionen ein positives operatives EBIT erzielen und einen Free Cash-flow von nahezu 1 Mio. € erwirtschaften.

Der Konzernumsatz ist in den ersten drei Monaten um 19% auf 17,05 Mio. € gesunken. Dieser Rückgang war allerdings zum Großteil auf Konsolidierungskreisänderungen durch drei strategische Transaktionen in Österreich zurückzuführen. Organisch betrachtet ging der Umsatz nur um vergleichsweise geringe 6% zurück. „Dies war in erster Linie auf unter den Erwartungen liegende Lizenzerlöse in Italien und das geringere Auftragsvolumen eines Großkunden in den Niederlanden zurückzuführen – zwei Effekte, die kurzfristig nicht vollständig von den teils sehr positiven Entwicklungen in den anderen Bereichen kompensiert werden konnten“, erläutert Michael Hofer Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Das operative EBITDA erreichte in den ersten drei Monaten 0,76 nach 1,11 Mio. € im Vorjahr. Das operative EBIT war in allen Regionen positiv und stieg leicht von 0,20 auf 0,21 Mio. €. Bereinigt um die strategischen Transaktionen verbesserte sich das operative EBITDA von 0,60 auf 0,77 Mio. €, und das operative EBIT drehte von -0,05 auf +0,24 Mio. €. „Wir haben es im ersten Quartal geschafft, die zuletzt deutlich gestiegene Vertriebspipeline in messbare Ergebnisse umzuwandeln. Basis hierfür waren einerseits die erfolgreich umgesetzten Einsparungen und andererseits die verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, sagt Michael Hofer zur Entwicklung des Unternehmens.

In der Region Deutschland (56% des Konzernumsatzes) erhöhte sich der Umsatz um 1% auf 9,61 Mio. EUR, das EBITDA um 16% auf 0,67 Mio. € und das EBIT um 26% auf 0,47 Mio. €. Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem auf den Erfolg des Network Performance Hardware Geschäftes zurückzuführen, das deutliche Zuwachsraten in Umsatz und Ergebnis erzielen konnte. In der Region Süd-Westeuropa (31% des Konzernumsatzes) haben die Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere die Kapazitätsanpassungen der BRAIN FORCE Tochtergesellschaft in Italien, gegriffen, und es wurden im ersten Quartal mit einem EBITDA von 0,34 Mio. € und einem EBIT von 0,15 Mio. € trotz eines Umsatzrückganges von 9% deutlich positive Ergebnisse erwirtschaftet. In der Region Zentral-Osteuropa (4% des Konzernumsatzes) kam es aufgrund von Auftragsverschiebungen in den ersten drei Monaten organisch zu einem Umsatzrückgang von 21%. Das EBITDA erreichte trotzdem +0,03 Mio. € und auch das EBIT war leicht positiv. In den Niederlanden (9% des Konzernumsatzes) konnte der Umsatzrückgang von 24% dank der umgesetzten Restrukturierungen überkompensiert werden. Das EBITDA stieg deutlich um 42% auf +0,14 Mio. € und erstmals nach fünf Quartalen drehte auch das EBIT wieder auf plus 0,01 Mio. €.

„Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sich durch den Anstieg der operativen Ergebnisse und die laufende Optimierung des Working Capital zuletzt auch unser Cash-flow deutlich verbessert hat“, unterstreicht Finanzvorstand Thomas Melzer die positive Entwicklung. Der Free Cash-flow des BRAIN FORCE Konzerns erreichte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres nahezu 1 Mio. €, wodurch die Nettoverschuldung auf 8,28 Mio. € sank und die liquiden Mittel auf 4,68 Mio. € gesteigert wurden. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf -0,65 Mio. €. „Ohne die bewusst in Kauf genommenen Expansionskosten für den Marktaufbau von SolveDirect in den USA und die Verwässerungseffekte aus den damit zusammenhängenden Kapitalerhöhungen des Finanzinvestors hätte BRAIN FORCE ein ausgeglichenes Ergebnis nach Steuern im ersten Quartal erzielt“, so Thomas Melzer weiter.

Das Ziel für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 bleibt unverändert ein positives operatives Ergebnis. „Die guten Zahlen der Monate Oktober bis Dezember sowie die Entwicklungen im laufenden zweiten Quartal zeigen, dass wir auf dem besten Weg sind, dieses Ziel zu erreichen. Ich gehe davon aus, dass sich der positive Trend letztlich auch im Kurs der BRAIN FORCE Aktie niederschlagen wird,“ resümiert Michael Hofer. Um die Handelbarkeit der Aktie insbesondere für die deutschen Aktionäre zu verbessern, strebt das Unternehmen die Wiederaufnahme des Fließhandels in XETRA Frankfurt an.

Der Bericht zum ersten Quartal 2010/11 steht ab sofort hier zum Download zur Verfügung.

Ertragskennzahlen 1)

10-12/2010

10-12/2009

Vdg. in %

Umsatz

in Mio. €

17,05

21,03

-19

EBITDA

in Mio. €

0,76

3,52

-78

EBITDA operativ 2)

in Mio. €

0,76

1,11

-31

EBIT

in Mio. €

0,21

2,61

-92

EBIT operativ 2)

in Mio. €

0,21

0,20

+9

Ergebnis vor Steuern

in Mio. €

-0,58

2,43

>100

Ergebnis nach Steuern

in Mio. €

-0,65

2,37

>100

Mitarbeiter

700

921

-24






Bilanzkennzahlen


31.12.2010

31.12.2009

Vdg. in %

Eigenkapital

in Mio. €

19,43

20,11

-3

Nettoverschuldung

in Mio. €

8,28

9,04

-8

Eigenkapitalquote

in %

38

39

-

Gearing

in %

43

45

-



1) der fortgeführten Geschäftsbereiche
2) bereinigt um den nicht-wiederkehrenden Buchgewinn aus dem Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich von 2,41 Mio. € in 2009
3) durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode

Download Quartalsbericht 1 2010/11